Berlinskij Salon

Zwei Männer, die den Frauentag verschönern: Edward Hall und Zaher Halwani im Berlinskij Salon am 8. März 2017:

Meine Gäste und ich hatten dem Mediziner Zaher Halwani viel musikalischen Genuss (arabische Musik, Debussy und Bach) zu verdanken. Interessante Einblicke in die fast medizinische Geschichte des Entstehens der letzten Werke von Debussy und ungeahnte Wege von orientalischen Melodien über Spanien und Italien zu DEM europäischen Komponisten Joachan Sebastian Bach haben seine Kollegen (unter den Gästen hatten wir sowohl Ärzte als auch Musiker) überzeugt und fasziniert. Diese fachübergreifende Betrachtung bestätigte sehr anschaulich die These von der innovativen Kraft der kognitiven Vielfalt. Aber auch ich mit meinem Fach Interkulturelle Kompetenz kam „auf meine Kosten“: denn die Ausführungen von Zaher zur arabischen Tonleiter, die nicht nur halb- (wie in der europäischen „Harmonie“), sondern auch Vierteltöne beinhält, korrespondiert wunderbar mit der Theorie von Edward Hall über die „Zwischentöne“ in der Kommunikation von einigen Kulturen, z.B. arabischen oder russischen (mehr dazu s. unten).
Und als zum Tee die russische Süßspeise türkischer Herkunft Halwa serviert wurde, kam es zu noch einer Überraschung: Der Name meines Gastes Halwani beinhält genau dieses „Halwa“ als das arabische Wort für das „Süße“ und bedeutet direkt übersetzt „Süßmacher“!

In Zusammenarbeit mit MOE-Club hat IKWW

wieder einen Diskussionsabend anlässlich des Internationalen Frauentag veranstaltet:

am Donnerstag, den 3.März um 19:30 in wunderschönen Räumen des Club von Berlin Jägerstraße 1 10117 Berlin Mitte

Thema: Berufliche Erfolgsfaktoren für Frauen mit osteuropäischen Migrationshintergrund.

Foto:Marina Trilk

 

Berlinskij Salon wieder mal klassisch

am Dienstag, den 12. April 2016, von 18 bis ca. 21 Uhr

 

Sprichwörter – Puzzle

Diesmal wird unser Salon im Workshop-Format veranstaltet. Im Kreise der Menschen mit verschiedener Muttersprache werden wir gemeinsam die Ähnlichkeit aber auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen durch die Sprichwörter untersuchen. Denn Sprichwörter sind einerseits durch ihre „axiomatischen“ Formulierungen eines der Instrumente der unbewussten und tiefen kulturellen Prägung , bieten andererseits aber auch, über die erlernte Fremdsprache hinaus, Einblicke in die unsichtbaren Denk- und Handelsmuster einer fremden Kultur (Unterbau des „Kultureisbergs“).

Die Sprache des Workshops ist Deutsch, eine Anmeldung ist absolut erforderlich. Anfragen sind unter info@interkulturell.eu erbeten. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird die Möglichkeit geben, für ein Kinderheim im Ausland zu spenden.

 

Im Berlinskij Salon, Foto: Anja Weinmann

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IKWW und “Berlinskij Salon” laden gemeinsam ein zu der neuen Veranstaltungsreihe

LUNCH & LEARN

 

Jeden ersten Mittwoch im Monat von 12:30 bis 13:30 wird in einer kleinen Gruppe von Interessierten gemeinsam gespeist und dabei ein aktuelles Thema mit einem Experten gelernt und diskutiert.

Die erste Veranstaltung findet am Mittwoch, den 4. Februar 2015 statt. Die Reihe wird im Jahre 2016 fortgesetzt!

Einlass: 12 Uhr, Beginn des Lunches: 12:30. Ort: Berlinskij Salon, 10557 Berlin Mitte

Das Thema – passend zum Neubeginn des Jahres und zum Start des Veranstaltungsprojektes:

 

Der Plan, the plan, план.

Wie Kultur die Planungs-Denkweise beeinflusst und wie internationale Projekte darunter nicht leiden, sondern davon profitieren können

Serviert werden Bliny mit Kaviar, Tarama und saure Sahne. Für Vegetarier servieren wir unseren berühmten großen Waldbeerensalat mit Pinienkernen. Alkoholfreie Getränke, Tee und Kaffee inklusive. Preis pro Person: 20 Euro (inklusive MWSt). Fragen und Anmeldung: irina@interkulturell.eu

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Außerdem für das Jahr 2015 geplant (sic!):

–          Benimm ist in – Internationale Tischmanieren

–          Archetypen nach Caroline Myss. Erkenne Dich selbst – effektiv und witzig

–          Guerilla-Marketing – Großes Marketing für kleine Unternehmen

–          Business Yoga – Kurz, situativ und selbstständig üben

–          Ikebana und japanische Businesskultur

–          Innovation inter- und transkulturell

–          Season‘s Greetings – Korrespondenz und Geschäftsgeschenke am Ende des Jahres: politisch korrekt,  compliance-conform und gewinnbringend

Berlinskij Salon „on the road“

 

Auf Anregung eines „Stammgastes“ haben wir uns am Sonntag, den 12.Oktober, mit der russischen Literatur der 20er Jahre und russischen Literaten in Berlin beschäftigen. Zunächst haben wir bei einem befreundeten Unternehmen in Schöneberg die Grundlagen des russischen Alphabets erlernen (s. Foto), um dann vor Ort (drei Stationen in Schöneberg) die Gedichten und Zitate aus den Briefen nicht nur zu hören, sondern auch selbst zu lesen!

Berlinskij Salon zu Gast bei Michael Kunat

 

 

 

 

 

Die nächste Ausgabe von Berlinskij Salon findet am Montag, dem 1.Dezember statt und ist saisonbedingt dem Thema

Geschäftsgeschenke:

zwischen „Gift“ (englisch) und „Gift“ (deutsch)

 

Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung ist erforderlich unter: info@interkulturell.eu

 

 

Berlinski Salon

 

 

Berlinskij Salon kulinarisch!

Liebe geht durch den Magen – interkulturelle Verständigung auch!

In einem interkulturellen Workshop fand ich mit Studenten der FH Potsdam heraus, dass Interesse an fremden Speisen ein sicherer Weg ist, wirklich mehr über eine andere Kultur zu erfahren und dabei das Risiko des „Verplapperns“ der eigenen Vorurteile zu vermeiden. Denn auch die „Wohlwollenden“ merken, dass ihre „nett gemeinten“ Fragen plötzlich die andere Seite beleidigen können und bleiben deshalb nach dem Motto „sicher ist sicher“ im Gespräch lieber bei allgemeinen Themen und Bemerkungen. Doch so kann keine Kultur erkannt und erfahren werden. Aus diesen theoretischen Überlegungen und aus privaten Erfahrungen des gemeinsamen Kochens entstand das kulinarische Workshop-Format vom „Berlinskij Salon“ „Let’s cook together“.

Das war die erste Veranstaltung dieser Art: Mitglieder eines neuen wissenschaftlichen Teams haben Zuhause vorgekocht und brachten ihre Kreationen mit zum „Berlinksij Salon“: Russen: die Suppe. Deutsche: Hauptgericht. Franzosen: Nachspeise. Beim gemeinsamen Servieren und Verschlingen wurde über die jeweilige Speise berichtet und jeweils eine, mit dem Gericht verbundene Geschichte aus dem Familien- und Freundeskreis erzählt. Beim Gemeinsamen „Absacker“ wurden Kulturdimensionen für die drei beteiligten Kulturen angeschaut: So konnte eine Verbindung zwischen der jeweiligen Speise (wahrnehmbare Aspekte einer Kultur) und den als Beilage servierten Geschichten und Traditionen (unsichtbare Aspekte einer Kultur) hergestellt werden.

In diesem Workshop wurden gleich Schlüsse für die Zusammenarbeit im Projekt gezogen und Spielregeln für die Zusammenarbeit festgelegt. Wir haben festgestellt, dass schon das Zusammenhocken bei der Vorbereitung des Abends und des gemeinsamen Mahls dazu beiträgt, dass Verständnis für das versteckte „Anderes-ticken“ entsteht, so können spätere Konflikte im interkulturellen Team vermieden werden.

Ein weiteres Beispiel aus dem Arbeitsleben: Südkoreanische Mitglieder eines Teams weihen ihre deutsche Kollegen in Geheimnisse der koreanischen Küche ein. Einen Monat später kochen deutsche Kollegen verschiede Speisen aus ihrer jeweiligen Region. Die Anforderung auch hier: Das Kochen mit Geschichten zu verbinden, die Kulturunterschiede mit Hilfe von Kulturdimensionen gemeinsam reflektieren und strukturieren und – optional – Strategien für eine bessere Zusammenarbeit gemeinsam entwerfen. In diesem konkreten Fall berichteten bei der Midtime-Veranstaltung des südkoreanisch-deutschen Teams die deutschen Mitglieder, dass der Projektablauf kein einziges Mal durch Missverständnisse gestört wurde. Und das zum ersten Mal seit fünf Jahren! Es wurde also eine gute Basis für das Erreichen der zweiten Stufe der interkulturellen Zusammenarbeit geschaffen: Durch Kombinieren der „Stärken“ beider Kulturen kann die Projektarbeit optimiert und eine neue Qualität der Ergebnisse erreicht werden. Das Team wurde sehr erfolgreich: Die Arbeit mündete in zwei Patenten und die Markteinführung einer neuen Dienstleistung, zusätzlich zu den ursprünglichen Zielen des Projektes.

Probieren auch Sie dieses ungewöhnliche, amüsante und doch erfolgversprechende Lernformat aus! Der kulinarisch-interkulturelle Workshop ist am besten in der Anfangsphase eines Projektes, im Idealfall als Teil des Kick-Off-Meetings geeignet. Doch auch als Rettungsaktion hat er schon mal Wunder bewirkt!

Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Nach einer unverbindlichen und kostenlosen Beratung werden wir ein passendes Format für Ihr Team vorschlagen und Ihnen bei der Durchführung des Events mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie werden überrascht sein, wie effektiv sich die Soft-Skills am Kochtopf auf die Teamarbeit auswirken können!

Im Berlinskij Salon, Foto: Anja Weinmann

Der Salon am  20.Februar, um 20:30 wurde dem russischen Künstler deutscher Abstammung Walter Spies gewidmet.

Der  Abend am 13.Mai befasste sich mit dem  Thema ABERGLAUBEN und SCHICKSALSGLAUBEN in verschiedenen Kulturen:russischen, polnischen, griechischen und arabischen.

Am 19. Juli haben wir uns mit der Geschichte und dem Heute von Tataren in Russland befasst.  Unter dem Motto „Sabantuj“ standen Normaden-Kultur und liberaler Islam dieses Volkes im Mittelpunkt. Irina Slot las den entsprechenden Kapitel aus ihrem „Russenversteher“ (Kiehl-Verlag, 2012) und wir haben mehrere wichtige Aktuere aus dem heutigen ökonomischen Leben Russlands kennengelernt, die aus diesem Volk stammen und sich dazu auch bekennen. Sicher neben der tatarischen Autonomen Republik und tatarischen Gemeinschaft in Moskau standen die s.g. „Krimtataren“ auf der Tagesordnung.

Aus dem Gästebuch am 19. Juni:

„Erst die unternehmerische Fähigkeiten erschließen die Globalisierung. Der „Berlinskij Salon“ ist ein dankbares Element, um auf diesem Weg fortzukommen“ (Wolfgang von Schmettau)

Sommerpause und Sommerfrische:

Nun macht „Berlinskij Salon“ Sommerpause, doch zum Thema „Sommerfrische in Osteuropa“ veranstalten wir zusammen mit dem MOE-Club eine spannende Diskussionsrunde: www.moe-club.de

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