Gesundheitswesen

Für Unternehmen und Organisationen des Gesundheitswesen

…bieten wir Wissen und Erfahrung in Form von Workshops, Seminaren, Coaching, Beratung und Projektbegleitung in allen Feldern der Umsetzung der unterkulturellen Kompetenz

Human Resources

  • Personalauswahl und Personalentwicklung im interkulturellen Kontext
  • Teamentwicklung (heterogene Teams, z.B. Berufskulturen, Generationen, Herkunft)
  • Interkulturelle Schulungen für Ärzte, Pflege und Medizinmanager – aufgeteilt und interdisziplinär
  • Sprachschulungen für Kommunikation mit ausländischen Patienten
  • Interkulturelle Kommunikation mit Patienten und Mitarbeiten mit Migrationshintergrund
  • Coaching für Führungskräfte z.B. kultursensible Motivation der Mitarbeiter
  • Change Management Begleitung für mittleres Management

Referenzen

Charité, Vivantes, Helios bundesweit, Deutsches Herzzentrum Berlin, Medical Park, Uniklinikum Dresden, Sanitätsdienste der Bundeswehr, Unfallkrankenhäuse bundesweit, Deutsches Rotes Kreuz, German Health Partnership (bei BDI), Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) etc.

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Interkulturelle Weiterbildung für Ärzte

8 Punkte seitens der Ärztekammer Berlin

Mittwochs, von 13:00 bis 18:00 Uhr

Nächster – noch nicht ausgebuchter Termin – ist Mittwoch, der 12. September 2018

Wissenschaftlicher Leiter: Herr Dr. Zaher Hawlani
Referentin: Irina Slot

Mehr Information zur zertifizierten interkulturellen Weiterbildung für Ärzte: InfoBlatt Ärzteseminar 2015

Fragen, Anfragen und Anmeldung unter: E-Mail: info@interkulturell.eu
Telefon: +49 (030) 3988 45 57

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Inhouse-Schulungen: Interkulturelle Kompetenz für Ärzte und Pflege

Was passiert, wenn der Arzt oder Ärztin, Pfleger (Krankenschwester) und der Patienten aus verschiedenen Kulturen kommen?

Workshop OHNE WORTE

Wie behandele ich eine Patientin, die durch kulturelle und sprachliche Barrieren von mir getrennt ist?
Der medizinische Alltag heute ist durch steigende Interkulturalität gekennzeichnet, sowohl bei den Patienten als auch unter den Ärzten. Als erstes Problem wird dabei oft die sprachliche Barriere gesehen. Buchautorin und Dozentin für interkulturelle Kompetenz in Medizin Irina Slot erläutert in ihrem Impulsvortrag ihre These, dass weder Sprache, noch Religion an sich für die Kommunikation zwischen den Ärzten und Patienten, zwischen dem Eigenen und dem Fremden, entscheidend sind.

Basierend auf dem System von Kulturdimensionen erklärt sie, wie Kulturunterschiede zu Missverständnissen führen können, aber andererseits auch geradezu helfen, die sprachlichen Barrieren zu überwinden. Die religiösen Aspekte werden als einer der Kulturfaktoren erfasst und auf ihre Relevanz hin in der Praxis überprüft.

In der anschließenden von ihr moderierten Diskussion haben die Teilnehmer dann die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit den Geflüchteten und Migranten zu reflektieren und sich somit besser auf die neuen herausfordernden Situationen in der Zukunft vorzubereiten.

Vortrag Interkulturelle Kompetenz in Medizin bei able GmbH in Dresden

Workshop Interkulturelle Kompetenz im Krankenhausalltag

Ihr Nutzen: In Ihrem Krankenhaus haben Sie mit Patienten zu tun, die aus anderen Kulturkreisen kommen. Dass sie anders „ticken“, ist offensichtlich; doch was bedeutet dies konkret für Ihre medizinische Arbeit?

Die kulturrelevante Medizin hilft alle Stufen des medizinischen Behandlungsprozesses qualitativ besser zu gestalten: von der Diagnose, über die kulturrelevante Interaktion Arzt-Patient, bis hin zur Behandlung selbst. Das System der Kulturdimensionen von G. Hofstede und seinem Vorgänger E. Hall ermöglicht die Kulturunterschiede anhand einer Wertetabelle für alle Herkunftsländer der Welt zu bestimmen und für u.a. den medizinischen Bereich zu interpretieren.

Da die „kulturelle Programmierung“ spätestens in der Pubertät abgeschlossen ist, erlaubt das System Kulturunterschiede sowohl für ausländische Patienten, als auch für Patienten mit Migrationshintergrund sehr genau zu beschreiben. Die s.g. Hybrid-Theorie erlaubt zudem den Einfluss jeweiliger Landeskultur der Eltern bei Migranten bis zur dritten Generation nachzuvollziehen.

Seminar-Inhalte:

  • Definition der Kultur / Einfluss auf das Gesund- und Kranksein-Empfinden
  • Messungen der Kultur / Anwendung im medizinischen Alltag
  • Sprache versus Kultur / Überwindung der Sprachbarrieren durch ein besseres Kulturverständnis
  • Rolle der Religion für die medizinische Behandlung: unterschätzt und überschätzt
  • Fallbeispiele anhand von den Teilnehmern vorgeschlagenen Kulturkreisen (z.B. russische, arabische, türkische, polnische, amerikanische etc. Patienten)

 

 

Stimmen der Teilnehmer:

„Ich habe im Nachgang unserer Veranstaltungen noch sehr viele tolle Rückmeldungen erhalten. Sie haben es geschafft in Ihrer tollen Art und Weise einen ganzen Hörsaal über Stunden hinweg zu unterhalten. Viele haben zurück gemeldet, dass sie nun ein gewisses Verständnis für Menschen aus anderen Kulturen entwickeln konnten und dass dies außerordentlich hilfreich für ihre Arbeit wäre. Danke dafür von uns allen!!!

„Gleich für morgen habe ich mir vorgenommen, das Thema polychrone Kulturen in der Praxis umzusetzen. Alles ist sehr überzeugend und auch motivierend.“

„Viele Aha-Erlebnisse…“

„Frau Slot besticht durch ihre ernsthafte und gleichzeitig lebendige Art und vermittelt komplizierte Zusammenhänge verständlich und praxisnah
Das war der lehrreichste Nachmittag meines Lebens!“

Liebe Frau Slot, ich möchte mich auch ganz herzlich bei Ihnen bedanken für Ihren Einsatz! Das ist ausgesprochen gut angekommen, und wir wiederholen es unbedingt im nächsten Jahr!“

Lesen Sie Artikel von Irina Slot zum  Ärzteseminar für Rotary im Rotary-Magazin

Veröffentlichungen Irina Slot

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Veröffentlichungen von Irina Slot zum Thema Interkulturelle Kompetenz in Medizin:

„Kultursensibilität im Krankenhaus“, Herausgegeben von Faire Berger in der Deutschen Krankenhaus Verlagsgesellschaft, 2014

Kapitel von Irina Slot:

  • Personalmanagement
  • Räumliche Planung der Krankenhäuser unter Berücksichtigung der verschiedenen Kulturen

„Interkulturelle Brücke in fünf entscheidenden Minuten“, Thieme Verlag, Balint Zeitschrift 2014

* Zusammenfassung und Feedback s. unten auf dieser Seite


„Medizinische Versorgungszentren – Entwicklungschancen und Perspektiven“, Herausgegeben von Frau Martina Schmidt in der Deutschen Krankenhaus Verlagsgesellschaft, 2013

Kapitel von Irina Slot:

  • Personalauswahl und -Entwicklung
  • Marketing von ausländischen Patienten.

„Russischsprachige Patienten in Berlin“ im Auftrage von „Visit Berlin“ 2012

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Interkulturelle Kompetenz für Medizin-Manager

Ganz nach dem Motto „Macht aus Zitrone Limonade!“ von Dale Carnegie kann der Zwang zur Einhaltung von Compliance als eine Chance gesehen werden, eine bessere Unternehmenskultur und ein nachhaltig wirksames Marketing anzustreben. Denn auch juristisch richtig verbuchte Vermittlungsprovisionen und Werbegeschenke im „hell-grauen“ Bereich wirken – wenn überhaupt – nur kurzfristig und punktuell auf die Umsätze des Klinikums als Unternehmen. Sie stehen somit in keinem Verhältnis zu möglichen Imageschäden und den sich daraus ergebenden Umsatzverlusten, die entstehen wenn ein Fall in der Presse landet, oft lange bevor die juristische Seite des Sachverhalts überhaupt geklärt ist.

Mundpropaganda kann als sauberes und nachhaltig effektives Marketinginstrument bezeichnet werden. Ein glücklicher Kunde ist der beste Werbeträger für das Unternehmen. Bezogen auf Dienstleitungsanbieter, ergibt sich sogar eine noch höhere Gewichtung dieses Marketinginstruments: mit einer Dienstleistung wird das Versprechen einer qualitativen und passenden „Lieferung“ gekauft (z.B. einem guten Haarschnitt), im Gegensatz zu einem fassbaren Produkt (wie einer Haarspange). Aus Sicht des Kunden geht es hier um Vertrauen.

Unsicherheitsvermeidung wird definiert als der Grad, zu dem ein Mensch sich in einer ungewöhnlichen Situation unwohl fühlt und diese zu vermeiden sucht. In den meisten Kulturkreisen, aus denen die Mehrheit der ausländischen Patienten nach Deutschland kommt, ist dieser Wert höher als in Deutschland. So betrug die in 2010 gemessene Unsicherheitsvermeidung für Deutschland 65, für arabische Länder 68 und für Russland sogar 95 (auf einer Skala von 0 bis 100; www.geerthofstede.nl). Das heißt, die ausländischen Patienten haben ein noch höheres Bedürfnis nach einer Risikominimierung bei ihrer Kaufentscheidung zu einer Dienstleistung, als ihre deutschen Leidensgenossen.

Genau hier wird die Mundpropaganda also einerseits unverzichtbar, andererseits zu einem wahren Hebel für eine nachhaltige Umsatzsteigerung. Aber was bedeutet das konkret? Zunächst sollte alles dafür getan werden, dass der Patient nicht nur perfekt medizinisch versorgt wird, sondern auch, dass er sich im Krankenhaus wohlfühlt und möglichst auf keine kulturbedingten Stolpersteine trifft. Alle Mitarbeiter einer Klinik, die unmittelbar und mittelbar mit dem ausländischen Patienten zu tun haben, vom Management, den behandelnden Ärzten, bis zu den Reinigungskräften, sollten zumindest Grundlagen der interkulturellen Kompetenz erfahren. Denken Sie daran, die Sprache allein ist nicht entscheidend für eine gute Kommunikation mit dem Patienten, auch ihre ausländischen Mitarbeiter sollten mit ihren deutschen Kollegen zusammen lernen. So ziehen alle an einem Strang!

Wenn der Patient (und seine Begleitpersonen) sich bei Ihnen wohl gefühlt haben, muss diese Information an andere – potentielle – Kunden „weitergeleitet“ werden. In welcher Form auch immer: über ein Gästebuch, ein Zitat im Flyer in der entsprechenden Sprache (mit vorheriger Erlaubnis für die Veröffentlichung), ruhig einfach über den Hinweis bei der Verabschiedung „Empfehlen Sie uns weiter!“ Bleiben Sie möglichst in Kontakt mit Ihren ehemaligen Patienten, halten Sie sich in – hoffentlich positiver – Erinnerung: mit „seasonal greetings“ Karten, mit Gratulationen zum Internationalen Frauentag für russische Patientinnen, oder weibliche Familienangehörige ihrer männlichen Patienten aus Russland, mit kleinen Aufmerksamkeiten zum Geburtstag. Diese „Maßnahmen“ sind sauber und preiswert. Und auf lange Sicht sehr effektiv.


* Referenz zum Artikel in Balint-Zeitschrift (leider nicht mehr öffentlich, bitte bei Thieme-Verlag nachfragen).

Feedback von Herrn Prof. David (Charité):

„Ihr Artikel hat mir einige wichtige und bedenkswerte Informationen gegeben!“

Zusammenfassung:

Der medizinische Alltag heute ist durch steigen- de Interkulturalität gekennzeichnet. Dies kann Missverständnisse, Konflikte, ja Diagnose- und Behandlungsfehler mit sich bringen. Doch jenseits der unbekannten Verhaltensmuster und Stereotypen, können Kulturen „sachlich“ mit einander verglichen werden. Anhand von 5 Kulturdimensionen wird hier verdeutlicht, welche Probleme in der Arzt-Patient-Beziehung zu er- warten sind und wie diese gelöst werden können – schon in den ersten und gerade in den ersten 5min der Begegnung zwischen dem Arzt und dem Patienten, die jeder für sich, in unterschied- lichen Kulturkreisen verschiedene kulturelle Programme gespeichert haben.

Abstract:

Medical life is nowadays marked by ever-rising multiculturalism. This can cause misunderstandings, conflicts, even diagnosis or treatment mistakes. However, beyond unknown behavioral patterns and clichés, cultures can be compared objectively. Based on 5 cultural di- mensions, this article shows which problems can be expected in communication between doctor and patient. It also presents how these can be solved as early as the first 5 min – and indeed ef- fectively in this first 5min – of contact between the doctor and the patient, who have each recei- ved different collective programming from different cultures.


Mehr zum Thema „Interkulturelle Aspekte der Kommunikation mit Patienten“ ist in jeweils zwei Kapiteln von Irina Slot zu finden in:

„Medizinische Versorgungszentren – Entwicklungschancen und Perspektiven“, Hrs. Schmidt, Deutsche Krankenhaus Verlagsgesellschaft mbH 2013

„Kultursensibilität im Krankenhaus“, Hrs. Berger, Deutsche Krankenhaus Verlagsgesellschaft mbH 2014

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